Ein neuer Pavillon

Ich will hier im Internet sicherlich nicht mein gesamtes Privatleben ausbreiten. Wer weiß, wer hier mitliest – vielleicht meine Nachbarn, Kollegen oder Kinder. Wobei das doch eher unwahrscheinlich ist. Hoffe ich jedenfalls. Mit meiner Frau Susanne ist mal wieder alles ziemlich verfahren. Ich habe euch ja schon erzählt, dass die Auftragslage derzeit alles andere als goldig ist, meine Frau das aber einfach nicht versteht. Oder nicht verstehen will. Nun hat sie für den Garten einen Pavillon gekauft. Für gut tausend Euro! Und das, ohne einmal mit mir darüber zu reden. Und außerdem hat dieser Monat auch unser Ältester Geburtstag und hat auch schon sehr deutlich gemacht, dass er dieses Jahr endlich eine richtige Feier haben will. Letztes Jahr waren wir über die Zeit ja im Urlaub und Nachfeiern kam für Max nicht in Frage. Dieser Pavillon! Klar, schön schaut er schon aus. Aus naturbelassenem Holz, eine schöne achteckige Schnittform und viele Fenster. Duftet auch richtig gut da drin, eben nach frischem Holz. Diesen Geruch finde ich unwiderstehlich, genau wie frisch bedrucktes Papier. Und ganz so leer wie vorher wirkt unser Garten nun auch nicht mehr. Susanne und ich sind ja beide nicht so die Handwerker oder Gärtner. Vielleicht habe ich auch ein bisschen überreagiert, aber unsere Diskussion über den überraschenden Kauf des Pavillons hat sich zu einem richtigen Streit entwickelt. Da hab ich auch vieles rausgelassen, was sich in den Jahren unserer Ehe so angestaut hatte. Irgendwie ist das ja bloß wieder eine typische Situation für uns gewesen: Susanne will irgendwas und ganz gleich, was ich darüber denke, ich muss mich ihr beugen... hoffentlich bringt der Pavillon als „Tropfen auf dem heißen Stein“ irgendeine Besserung!

31.8.11 17:15, kommentieren

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Blöde Streitereien

Nächsten Mittwoch ist der Geburtstag von Max. Richtig genießen können wir den aber nicht, denn der Ärger zwischen Susanne und mir wächst immer weiter. Das merken natürlich auch unsere Kinder. Anstatt dass sie mal versucht, sich in mich hineinzuversetzen, setzt sie nun völlig haltlose Behauptungen in die Welt. Sie müsse sich ja immer um alles kümmern, die Kinder, das Haus, den Garten. Dann hat sie sich noch rausgenommen, keck zu fragen, ob es auch meiner Zustimmung bedürfe, wenn sie mit den Kleinen Spielen oder Einkaufen geht. Da habe ich beschlossen, künftig auf dem Schlafsofa im Wohnzimmer zu übernachten. Alles nur wegen diesem blöden Pavillon! Hätte schon fast Lust, den zurückzubringen, falls das überhaupt noch geht. Oder ihn anzuzünden. Nun ja, davon hat dann aber keiner was... Klar, mir wäre auch lieber, ich könnte mich vor lauter Aufträgen nicht retten. Dann hätte es auch einen tollen Sommerurlaub gegeben, eine Riesengeburtstagsfeier für Max und wegen mir auch fünf Pavillons im Garten! Zur Zeit bräuchte ich wirklich Zuneigung und Kraft, jemand, der mir zuhört und mich tröstet. Auch wenn ich nicht viel davon rauslasse und natürlich immer so tue als ginge es mir prima, geht mir die miese Auftragslage ganz schön an die Nieren. Ich bin Architekt und möchte schöne Gebäude gestalten, nun muss ich schon zu Dumping-Preisen jedes noch so langweilige Projekt dankend annehmen. Meine Frau hatte dann auch die tolle Idee, dass ich mich um Max' Geburtstag kümmern soll, um mal zu sehen, wie anstrengend das Hausfrauen-Dasein für sie ist. Das hat mich natürlich erstmal auch ganz schön wütend gemacht, aber mittlerweile habe ich einen anderen Plan: Eine Superfete zu organisieren und das mit Links. Dann ginge der Plan meiner Frau völlig nach hinten los!

1 Kommentar 31.8.11 17:14, kommentieren

Ernste Lage

Ich bin Paddy, eigentlich Patrick, aber genauso eigentlich mag ich den Namen so überhaupt nicht! Ich werde aber wahrscheinlich nicht der Einzige sein, dem es so geht!
Ich bin ziemlich neu, was das Schreiben von Blogs angeht. Obwohl ich recht viel mit dem Internet zu tun habe, sind mir einige Dinge immer noch fremd. Ich weiß, wie ich bei den Kleinanzeigen Bremen nach Konzertkarten suchen kann, aber wie Twitter genau funktioniert??? Keine Ahnung!
Ich schreibe (oder versuche es zumindest) jetzt hier, weil ich eine Art Ventil brauche, wo ich einfach mal meinen Frust von der Seele reden oder halt schreiben kann! Denn wenn ich eines zur Zeit im Überfluss habe, dann ist es Frust!!!
Nichts läuft, wie es laufen sollte und das nervt mich zunehmend. Ich weiß zwar, dass ich mich selbst am meisten unter Druck setze und das andere bestimmte Dinge gar nicht als so schlimm ansehen, wobei ich schon am Rande der Verzweiflung bin! Aber so bin ich halt und das zu ändern, fällt mir sehr schwer oder scheint zumindest nicht greifbar zu sein!

Es geht in klassischer Weise mit meiner Arbeit los: ich bin Architekt und bin im Grunde selbstständig, obwohl ich fast durchgängig von der Stadt eingestellt und bezahlt werde. Nach mehreren Aufträgen in den letzten Jahren, sieht es zur Zeit gar nicht gut aus. Die kommunale Finanzlage sieht schlecht aus. Somit bin ich vermehrt auf Aufträge aus der freien Wirtschaft angewiesen, die sich derzeit auch sträuben zu investieren! Somit muss ich momentan weitgehend von meinen Rücklagen leben, die aber auch begrenzt sind! Es werden harte Zeiten! Und obwohl ich ständig davon rede, scheint meine Frau den Ernst der Lage nicht zu realisieren!Linktext

31.8.11 17:13, kommentieren